In Deutschland leben laut Statistischem Bundesamt etwa 15,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Doch wie nutzen diese die Medienwelt? Bevorzugen sie Publikationen in ihrer Muttersprache oder öffnen sie sich auch den deutschen Medien? Mehrere Studien haben nun das Medienverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund untersucht und sind zu interessanten Ergebnissen gekommen.
Die Gleichung „Nutzung heimatsprachiger Medien gleich fehlgeschlagene Integration“ kann nicht aufrechterhalten werden. Denn viele Migranten nutzen Medien in ihrer Muttersprache eigentlich nur noch als Brücke zum Herkunftsland und tendieren zunehmend zu deutschsprachigen Angeboten. Besonders das Fernsehen gilt hierbei als Leitmedium und hat eine integrative Funktion. Anstatt einer medialen Parallelgesellschaft bzw. sogenannten Medienghettos entwickelt sich so eine Medienlandschaft, die Migranten und Deutsche zugleich anspricht und verbindet.