Salvador da Bahia ungeschminkt
von Ralf Falbe
In Salvador da Bahia, Hauptstadt des schwarzen Brasiliens, ticken die Uhren anders als in Rio. Im Straßencafé „Macau“, mit Blick auf die lebhafte Bushaltestelle, werden täglich die Karten neu gemischt, Herzen gebrochen und Aufträge gesammelt. Hier arbeiten Profis, deren Job es ist, „Amigo“ zu sagen.

Es ist die Energie der Menschen, die niemanden kalt bleiben lässt. Jorge Amado, Salvadors berühmtester Schriftsteller, bemerkte dazu einmal: „Das Volk ist stärker als die Armut. Auch wenn das Überleben vor lauter Schwierigkeiten und Grausamkeiten fast unmöglich erscheint, das Volk lebt, kämpft, lacht, gibt nicht auf.
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