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Osterurlaub auf Borkum

Die Natur erwacht in frischer Nordseeluft

von Wolf Schneider

Nach Einbruch der Dunkelheit geht es los. Die Besucher strömen in die Dünen zu den drei Borkumer Feuerplätzen. Der hohe Holzstapel am Kaap steht fest und eine kleine Flamme wird auf die vorbereiteten dünnen Reisige gelegt. Die Flamme ergreift das Holz, der Wind pfeift hinein und sorgt für nötigen Nachschub an Sauerstoff. Die Flammen lodern hoch.

Foto 3: Die üppige Blütenpracht der Japanischen Kirsche verzaubert das österliche Borkum

Am Ostersonntag sind dann viele Borkumer und Ostergäste auf den Beinen. Kilometerlange Sandstrände, das idyllische Inselwäldchen Greune Stee, die Kurpromenade mit den hellen Fassaden der Seebäderarchitektur und die zahlreichen Wanderwege durch die Dünen laden ein zum Durchatmen. Die Wellen der Nordsee rauschen heran, die Wolken am Himmel lassen die Sonne durch. Alle atmen sie kräftig ein, die reine Luft der einzigen ostfriesischen Hochseeinsel reinigt nicht nur Bronchien und Haut, sondern erfrischt auch die Seele. Es ist schön hier. Einen besonderen Osterspaziergang für die Freunde der Natur bietet der Borkumer Wattführer Peter de Buhr am Karfreitag. Peter kennt seine Insel und weiß, wo die Seehunde und Kegelrobben liegen. Über den Nordstrand führt er seine Gäste in einer zweistündigen Tour zu den streng geschützten Tieren.   Der Osterspaziergang auf der Insel ist ganz traditionell auch ein Familienvergnügen für die Borkumer. Der Inselhistoriker Jan Schneeberg kennt noch die Stellen, wohin man zu Ostern, „an Paaske“, ging. Die Paaskedelle hat besonders weichen Moosboden in den Dünen. Dorthin gingen die Borkumer Kinder mit ihren Eltern und versuchten, die hartgekochten Ostereier vorsichtig so weit wie möglich zu werfen. Insbesondere mit den Eiern, die noch vom Eierbikken beim Osterfrühstück übrig geblieben sind. Dabei wurden die harten Eier geschickt aneinandergeschlagen. Es gewinnt, wessen Ei heil dabei bleibt. Deswegen nennen sie auf Borkum den Ostersonntag auch Hikkenbikkensönndag, den Tag des Eierbikkens. „Dabei gibt es schon einige Tricks“, schmunzelt Jan Schneeberg. „Aber wenn man verliert, ist es auch nicht schlimm, dann wird das Ei eben sofort gegessen.“.

Reportage: 196 Zeilen à 40 Anschläge; 9.004 Zeichen (mit Leerzeichen)
Infokasten: 88 Zeilen à 40 Anschläge; 2.803 Zeichen (mit Leerzeichen)

Inklusive folgender Medien:
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Foto 1: Kegelrobbenjunges im Frühjahr auf einer Borkumer Sandbank   Foto 2: Osterfeuer auf Borkum, die alte Tradition wird gehegt und gepflegt   Foto 3: Die üppige Blütenpracht der Japanischen Kirsche verzaubert das österliche Borkum   Foto 4: Frühling auf Borkum – erster Blütenzauber

Foto 5: Frühling und weiße Blütenpracht


 

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