China en Wok
Nicht von Tempel zu Tempel, sondern von Teller zu Teller führen chinesische Reisen, deren Tourverläufe sich wie Speisekarten lesen. Für den Westen ein ungewohnter Ansatz. Doch wer es selbst probiert hat, weiß: Es gibt viele Gründe, es den Chinesen gleich zu tun
von Francoise Hauser
Wenn es ums Kulinarische geht, da werden im Reich der Mitte selbst hart gesottene Bauarbeiter zu Poeten, schwärmen Taxifahrer mit so träumerischem Gesichtsausdruck, dass es dem europäischen Passagier ganz mulmig wird. Essen… das ist mehr als nur Kalorienaufnahme oder ein vorübergehender positiver Geschmack. Es ist Selbstzweck, Lebenslust, Trost und Medizin. Und Leidenschaft natürlich.

Der Spruch „Du bist, was Du isst“, gilt für China noch mal so viel: Jede Zutat, jede Zubereitungsmethode hat Einfluss auf den Körper, kann das Gleichgewicht zwischen den Gegenpolen Yin und Yang zerstören oder wiederherstellen, den Energiefluss des Körpers erleichtern oder vollends abwürgen, wirkt sich auf mannigfaltige Organe aus. So will es die Traditionelle Chinesische Medizin. Und sie meint es ernst. Schnell mal Kalorien nachlegen, oha, das ist geradezu gefährlich.
Reportage: 228 Zeilen à 40 Anschläge; 10.100 Zeichen (mit Leerzeichen)
Infokasten: 26 Zeilen à 40 Anschläge; 1.431 Zeichen (mit Leerzeichen)
