Wir haben uns längst an eine Haltung gewöhnt, die sich langsam aber stetig als Allgemeingut durchsetzt: der Verlierer kriegt eine Depression, der Gewinner hat ein Burn-out. Burn-out hat mittlerweile längst einen Beigeschmack von echter Leidenschaft, Aufopferung, hohem Arbeitspensum und "richtig was geleistet haben". Da darf man dann auch schon mal erschöpft sein und wenn es ein bisschen mehr ist als nur erschöpft, dann hat man eben ein Burn-out. Diese Entwicklung macht vielen Menschen im Gesundheitssektor Sorgen, hauptsächlich aber nicht wegen der entstehenden Kosten, der Arbeitsausfälle und dem persönlichen Leid.